Biogaserzeugung

Biogaserzeugung
Quelle: Agentur für Erneuerbare Energien
Als Substrat zur Biogaserzeugung werden die bei der Tierhaltung anfallende Gülle oder Mist, pflanzliche Restprodukte und organische Abfälle verwendet (Maissilage, Gras oder Getreide, Rindermist, Obstabfälle). Diese Biomasse wird über einen Huning-Dosierer mit Doppelbunker in die Biogaseinlage eingebracht. Die Befüllung des Dosierers erfolgt über ein Radlader mit Schaufel. In der Horizontalschnecke des ersten Bunkers wird das Substrat in der Hunning-Hammermühle zerkleinert, danach wird es über eine weiterführende Horizontalschnecke, einer Senkrechtschnecke und einer Stopfschnecke in den Mischbehälter eindosiert. Dort werden die verschiedenen Substrate mit zwei Tauchmotorrührwerken zu einem homogenen Substrat vermischt und vorerhitzt. Die Verweilzeit beträgt hier ca. 1,5 – 2,5 Tage (Hydrolysezeit). Hiernach wird das Substrat über die zentrale Pumpstation aus dem Mischbehälter abwechselnd in die zwei Fermenter gepumpt, welche über je drei Tauchmotorrührwerke verfügen, um die Bildung von Schwimmdecken und Sinkschichten durch ständiges Rühren zu verhindern. In den Fermentern verweilt es 30 – 45 Tage, bei einer Temperatur von ca. 40°C, wobei durch die Aktivität der Mikroorganismen Biogas gebildet wird. Das erzeugte Biogas gelangt von den Fermentern in die Nachgärer und von dort zum Blockheizkraftwerk. Das Biogas ist dabei Brennstoff für einen umgerüsteten Diesel- oder Benzinmotor, der zur Stromgewinnung einen Generator antreibt. Die dabei anfallende Abwärme des Motors kann als Heizwärme genutzt werden. Der erzeugte Strom wird in das Netz des regionalen Energieversorgers eingespeist. Dazu ist auf dem Betriebsgelände eine Trafostation vorhanden. Die Stromerzeugung, der Eigenbedarf der Biogasanlage und die Netzeinspeisung werden per Zähler erfasst und die Daten in den Betriebsunterlagen dokumentiert.